Ende der letzten Woche wurden die Staffeleinteilungen des NBV-Ligenspielverkehrs für das nächste Jahr nun auch offiziell veröffentlicht, nachdem bereits die angedachte Staffeleinteilung nur wenige Stunden nach der Sportausschusssitzung geleakt wurde. Anders als in den letzten Jahren zuvor, wurde der 1. Essener CGC Blau-Gold der Südstaffel der Landesliga zugeordnet. Wie es dazu gekommen ist, konnte noch niemand der vereinzelt gefragten Sportausschussmitgliedern, die zusammen mit dem NBV-Sportwart Thorsten Brille für die Einteilung zuständig waren, plausibel erklären.
So verwundert es doch sehr, dass ein geografisch weiter südlich angeordeter Verein (sowie dessen Ausweichplatz) sogar mit zwei (!) Mannschaften auf seinen Wunsch hin (oder zumindest mit der Äußerung des Wunsches) der Nordstaffel zugeordnet worden ist.
Und damit ist der Verein nicht alleine. Insgesamt haben drei Vereine im NBV-Ligenspielbetrieb den Vorteil, mit zwei Mannschaften in einer Staffel starten zu dürfen. Dass hierdurch eine Ungleichheit im Wettbewerb entsteht, scheint niemanden zu interessieren. Und so können sich Verantwortliche darauf freuen, im nächsten Jahr Spielende bis zum dritten Spieltag von Mannschaft zu Mannschaft hin und her schieben, wodurch auf die Teamstärke und mögliche Platzierungen Einfluss genommen werden kann. Alles für den Club! Ein Austraining einer Anlage lässt sich mit doppelt so vielen Spielern deutlich schneller bewerkstelligen, als wenn man mit kleinerer Teamstärke aus der Ferne anreisen muss.
Apropos Distanz: auch nicht von Interesse scheint die Tatsache zu sein, dass durch diese Anordnung in beiden Landesligastaffeln längere Fahrtwege und mehr Übernachtungen notwendig sein werden. Was kostet die (Um)welt?
Wir nehmen es sportlich und freuen uns auf eine Vielzahl von neuen Bekanntschaften, neuen Anlagen und neuen Herausforderungen. Anders als in den letzten Jahren wird Miniaturgolf wieder eine zentrale Rolle in der Saison spielen. Uns als Kurzcobigolfern kann das in die Karten spielen.
Einen offiziellen Einspruch haben wir in der Angelegenheit nicht gestellt – die Frage nach dem „Wieso“ stellt sich nicht, haben die entscheidenden acht Köpfe bereits bei der ersten Sitzung über die offenliegenden Schmerzpunkte hinweggesehen.
