Das Losglück blieb den Essenern auch in der 1. überregionalen Runde des DMV-Pokals treu und bescherte den Blau-Goldenen erneut ein Heimspiel. So richtig überregional war die Auslosung dann doch nicht. Zu Gast durften die Sportfreunde des MGC Rot-Weiß Wanne-Eickel in Vogelheim begrüßt werden. Für die Minigolfer ist weder das Spielsystem Cobigolf noch die Vogelheimer Anlage eine Unbekannte. 2024 nahm die Seniorenmannschaft der Wanne-Eickeler an den Deutschen Cobigolf-Meisterschaften in Essen teil. Darüber hinaus teilten sich beide Teams 2025 eine gemeinsame Landesliga-Staffel, bis die Wanne-Eickeler aufstiegen und damit den Durchmarsch von der Kreisliga in die Verbandsliga perfekt machten.
Nachdem am Vortag bei bestem Wetter noch ein Ranglistenturnier auf der Vogelheimer Anlage ausgetragen wurde, das einige Wanne-Eickeler als Training nutzten, kühlte es in der Nacht aufgrund eines Gewitters ab. Eine Restmenge an Feuchtigkeit befand sich noch auf den Bahnen, als um 10 Uhr das Turnier gestartet wurde.
Die Essener nahmen die Ansetzung ernst und starteten in der gleichen Aufstellung wie gegen den MSC Herscheid in die Partie. Die Gäste überraschten, da Willi Hettrich als erfahrener Spieler nur als Ersatz aufgestellt wurde.
Michel Zazzi, der am Tag zuvor bereits mit seinem 22er Schnitt zeigte, dass er die Anlage auch in Frühjahr und ohne viel Training beherrscht, führte als Startspieler seine Mitspieler ins Turnier. Joachim Fröhner wurde für die Rot-Weißen auf das Himmelfahrtskommando geschickt und musste sich mit dem Lokalmatador messen. Mit 82 Schlägen schlug sich Joachim tapfer, zog schlussendlich aber den Kürzeren. Vor allem von dem Ergebnis der zweiten Runde profitierte Michel, der 10 Schläge weniger als sein Mitspieler benötigte. Die Runde schloss er mit einer 22 ab.
Anders sah es in der zweiten Partie aus, die Konrad Peithmann gegen Ralf Sawartowski führte. Dabei erwischte der Heimspieler eine schwache Startrunde und benötigte 29 Schläge. Sein Gegenspieler konnte unter den nicht idealen Bedingungen eine 25 erzielen und ging in Führung. Auch in der zweiten Runde erzielte Sawa eine 25. Konrad behielt allerdings als Nachspieler die Nerven und konnte aufgrund der besten Einzelrunde des Tages (21 Schläge) ausgleichen. Eine weitere Toprunde zum Abschluss (22) sorgte für zwei weitere Zähler auf dem Punktekonto des 1. Essener CGC, da sich Ralf Sawartowski auch in der dritten Runde treu blieb und eine dritte 25 spielte. Mit 75 Schlägen spielte er das beste Ergebnis für den MGC.
An dritter Position kam es zur Ansetzung Dustin Raffler gegen Chris Kouk… Kougim… Kougioums… Ku… Kougiu… Kougilikuuu… (der Sportwart der Gastgeber tut sich regelmäßig mit dem Nachnamen des Sportfreunds schwer) Kougioumtzidis. Wie Zazzi startete auch Raffler mit einer 25 sowie einer 22. Seinem Kontrahenten fiel es allerdings schwer mitzuhalten. Nach den ersten Runden lag der Abstand bereits bei 12 Schlägen. In der dritten Runde zeigte „Chris Kay“ dann allerdings, dass er die Anlage durchaus zu spielen weiß und benötigte nur 25 Schläge für die 18 Bahnen. Raffler schloss die dritte Runde mit einer 23 ab, spielte das Tagesbestergebnis (70) und konnte bereits an dieser Stelle den Sieg für die Vogelheimer perfekt machen.
Spannender verlief die Partie zwischen Herbert Adam und Jugendspieler Jan Dorny. Beide Akteure spielten ähnlich konstant. Herbert Adam spielte zum Start eine Doppel-26. Dank seiner guten Schlagtechnik konnte Jan den Abstand mit nur fünf Zählern gering halten. Er steigerte sich zur letzten Runde auch noch einmal und spielte eine 27. Herbert Adam ließ allerdings nichts anbrennen und sammelte mit seiner 27er Abschlussrunde die nächsten Punkte für die Essener ein.
Jan Peithmann schloss an fünfter Position das Turnier gegen Elke Stürzebecher ab. Dabei gelang ihm dasselbe Ergebnis wie beim Ranglistenturnier am Tag zuvor (76 Schläge). Dieses Mal spielte er allerdings sehr konstant (Amplitude: 1), ganz anders als am Tag zuvor (Amplitude 7!). Elkes Ergebnis konnte sich sehen lassen. Am Schluss fehlten zwar 10 Schläge, um Jan gefährlich zu werden, trotzdem fügte sich ihr Resultat im Ergebnis ihrer Mitspieler gut ein.
Keinen guten Tag erwischte Melanie Menzel mit 101 Schlägen. Willi Hettrich spielte das zweitbeste Ergebnis der Rot-Weißen (80 Schläge) und glänzte nach einer schwachen zweiten Runde (30) mit einer 22er Abschlussrunde.
Wie üblich luden die Vogelheimer die Gäste zu einm gemeinsamen Essen ein. Es gab Currywurst, Brötchen und einen leckeren Kartoffelsalat, den die Gäste mitbrachten. Nach dem Ausscheiden aus dem DMV-Pokal können sich die Sportfreunde des MGC voll und ganz auf die Verbandsliga fokussieren. Hierfür wünschen wir alles Gute!
Die Essener ziehen mit dem Sieg erstmals in der Vereinsgeschichte in das Achtelfinale des DMV-Pokals ein! Dort warten niemand Geringeres als die Bundesligisten des MSK Neheim-Hüsten, die es in Neheim zu schlagen gilt. Uff …
