– Nachtrag – Die neue DMV-Pokal-Saison ist gestartet. Die erste Runde wurde auf der NBV Jahreshauptversammlung in Dortmund ausgelost. Anders als im Ligenspielbetrieb treten in diesem Modus nur zwei Mannschaften gegeneinander an. Dabei zählt nicht das Gesamtschlagergebnis sondern die Einzelergebnisse der fünf Einzelspielenden nach drei Runden, denn es wird „Person gegen Person“ gespielt. Eine Person kann als Ersatz nominiert werden und erlaubt einen Wechsel. Eine Besonderheit stellen die Kategorien der Spielenden dar: jede Mannschaft muss zu jedem Zeitpunkt stets Spielende aus drei verschiedene Kategorien stellen. Während die Heimmannschaft in der Regel einen gewaltigen Vorteil durch die Kenntnisse der eigenen Anlage hat, hat die Auswärtsmannschaft den Vorzug, ihre Spieler gegen die von den Gastgebern bestimmten Personen aufstellen zu können. So können durch Einsatz potenziell guter Spieler gegen schwächere Heimspieler wichtige Punkte erzielt werden. Für einen Sieg einer Partie erhält das Team zwei Punkte. Bei Unentschieden gibt es lediglich einen Zähler. Bei einem Endstand von 5:5 zieht die Auswärtsmannschaft in die nächste Runde ein.
Ausgangssituation und Aufstellungen
Das Losglück sorgte dafür, dass der 1. Essener CGC Blau-Gold ein Heimspiel bestreiten durfte. Man erwartete Vertreter des BGSC Bochum. Lang ists her: beide Teams teilten sich noch vor einigen Jahren eine gemeinsame Ligastaffel. Die Partie wurde an Fronleichnam, dem 19. Juni, ausgetragen. Die Cobigolfer aus Essen traten mit der ersten Garde an. Mit Jan Peithmann, Michel Zazzi und Dustin Raffler wurden drei Herren aufgestellt. Komplettiert wurde das Trio durch Dirk Mühling (Sm II) und Melanie Menzel (D). Konrad Peithmann, der für die Partie vorgesehen war, fiel aus gesundlichen Gründen kurzfristig aus, sodass Herbert Adam, für den Büdchendienst vorgesehen, kurzerhand zum Schläger griff und als Ersatzspieler mitwirkte. Ein Restrisiko blieb, da Melanie Menzel nun nicht während der Partie ausfallen durfte, da man unter diesen Bedingungen nicht mehr drei Kategorien hätte stellen können. Für die Bochumer stellte Sportwart Fabian Pöppe neben sich selbst Sven Laterwald (H), Ingo Jablonski (Sm I), Michael Löhr und Alfred Nowak (beide Sm II) auf. Falk Tobinski stand als Auswechselspieler bereit. Beim Einspielen stellte sich heraus, dass die Gäste die Anlage teilweise noch nicht kannten, weshalb sich die Vogelheimer die Zeit nahmen und zusammen einige Bahnen und passende Bälle diskutierte.
Erste Runde mit deutlicher Führung
Bereits die erste Runde stimmte Sportwart Dustin Raffler zufrieden. In seiner Partie konnte er gegen Fabian Pöppe einen Vorsprung von 9 Schläge herausarbeiten (25 – 34 Schläge). Gleiches galt auch für Jan Peithmann, der eine 24 spielte und Ingo Jablonski wenig Angriffsfläche bot. Noch eindeutiger war die erste Runde von Michel Zazzi, der mal wieder Michel Zazzi-Dinge tat. Sein Abstand auf Mitspieler Sven Lauterwald betug nach seiner 21er Runde bereits elf Schläge. Die Partien von Dirk Mühling und Melanie Menzel gestalteten sich nach der ersten Runde offener. Dirk führte mit zwei Schlägen vor Michael Löhr (28 – 30). Melanies Abstand vor Alfred Nowak war minimal größer (26 – 29).
Weichenstellung
Mit der zweiten Runde gelang dem BGSC aus Bochum keine Trendwende. Ganz im Gegenteil, die Essener steigerten sich größtenteils und machten es den Gästen noch schwerer. Vor allem Dustin Raffler hatte kein Nachsehen und erzielte eine 21. Fabian Pöppe konnte sich zwar auch um vier Schläge verbessern (30), trotzdem wuchs der Abstand auf 18 Zähler an. Im Duell zwischen Melanie Menzel und Alfred Nowak gab es keine Änderungen. Wie in der ersten Runde spielte Melanie eine 26 und Alfred eine 29, sodass sich Melanies Vorsprung auf sechs Zähler verdoppelte. Michel Zazzi schwächelte… 22 Schläge brauchte er für die 18 Bahnen… in der Form werden wahrscheinlich nur ganz wenige Bahnengolfer eine Chance gegen ihn haben und Sven Lauterwald schien an diesem Tag wohl nicht zu dieser elitären Menge zu gehören. Sven verbesserte sich allerdings um sechs Schläge und spielte das beste Bochumer Einzelrundenergebnis des Tages (26). Trotzdem betrug der Abstand bereits 15 Schläge. Michael Löhr erwischte mit seiner 34 keine gute Runde und verlor weiter an Boden gegen Dirk Mühling, der sich um einen Schlag verbesserte und nun auch einen komfortablen Vorsprung von neun Zählern vor der dritten Runde hatte. Ähnlich wie Dirk steigerte sich auch Jan um einen Schlag, spielte nun „5 hoch“ (23) und nahm seinem Kontrahenten Ingo acht Schläge ab (31, 17 Schläge vor).
Sympathische Bochumer scheintern am Favoriten
Zur letzten Runde steigerte sich Jan noch ein zweites Mal. Mit einer 21 krönte er seinen tollen Auftritt (insg. 68 Schläge). Auch Ingo konnte sich ein zweites Mal steigern und spielte seine erste Runde unter 30 Schlägen (27). Am Schluss betrug der Abstand allerdings 23 Schläge zwischen beiden Spielern. Ähnlich deutlich war auch die Partie zwischen Michel und Sven, der das schwerste Los des Tages hatte. Mit seiner Abschlussrunde von 23 spielte Michel das beste Gesamtergebnis von 66. Sven schloss das Turnier mit einer 29 ab. Mit 87 Schlägen erzielte er das beste Bochumer Tagesergebnis. Der Abstand zu Michel betrug am Schluss 21 Schläge. Wie Sven benötigte auch Alfred Nowak für seine Runden 87 Schläge. Um Punkte gegen Melanie zu gewinnen reichte es allerdings nicht, obwohl sie in der letzten Runde ihr schlechtetes Ergebnis spielte (29). Sechs Schläge fehlten dem Bochumer am Schluss. Auch Dustin Raffler gewann seine Partie deutlich mit 20 Schlägen. Dass der Abstand auf Fabian Pöppe nicht höher ausfiel lag daran, dass Dustin eine 28er Abschlussrunde aufs Eternit „zauberte“. Dirk Mühling machte den 10:0-Sieg perfekt, da Michael Löhr von Runde zu Runde abbaute und Dirk vor allem in der letzten Runde eine überzeugende Leistung zeigte (24 Schläge). 14 des 23 Schläge großen Abstands konnte er in der dritten Runde erspielen. Ein Blick auf die Ersatzspieler lohnte sich auch. Dort erzielte Herbert Adam eine 24 in seiner letzten Runde, nachdem ihm in Runde 2 bereits eine 26 gelang.
Ausblick
Zum Abschluss gab es noch ein gemeinsames Mittagessen. Damit ging eine angenehme Partie gegen sympathische Bochumer zuende. Für die Essener geht es im DMV-Pokal weiter. Eine Auslosung Anfang Juli ergab, dass die Vogelheimer in der zweiten regionalen Runde erneut ein Heimspiel haben werden. Zu Gast sein wird der Sieger aus der Partie zwischen MSC Herscheid 1963 und HMC Büttgen, mit dem der Termin bis Ende November ausgemacht wird.
