Ein Blick zum Paffendorfer Fenster am ersten Spieltag der Minigolf-NBV-Landesliga 2

1. Spieltag 2026: Auftakt in Paffendorf

Am vergangenen Wochenende wurde der erste Spieltag der NBV-Landesliga 2 in Paffendorf bei Bergheim ausgetragen. Bergheim? Bei Köln! Weit weg von den üblichen Bahnengolfanlagen, die der 1. Essener CGC in den letzten Jahren anfuhr, da er zu dieser Saison der Südstaffel zugeordnet wurde.

Ganz unbekannt war die Miniaturgolfanlage nicht. 2017 spielten die Essener bereits einmal auf der Anlage am Schlosspark. Nach der langen Zeit musste die Anlage trotzdem neu austrainiert werden. In Zeiten von hohen Spritpreisen stellte dies kein günstiges Unterfangen dar.

Ein Blick auf die Essener Mannschaftsaufstellung bot wenig Überraschungen im Vergleich zum letzten Jahr. Mit Herbert Adam, Konrad Peithmann, Dirk Mühling, Dustin Raffler, Michel Zazzi und Jan Peithmann startete eine sehr erfahrene Landesliga-Truppe in die neue Saison. Wieder mit an Bord war Ludger Honnacker, der einige Jahre beim MGC Felderbachtal verbrachte, bevor er zwei Jahre den Schläger ruhen ließ und nun erneut für die Blau-Goldenen antritt.

Das Turnier begann bei frostigen Temperaturen. Den Mannschaften schien dies nichts auszumachen. Die Gastgeber aus Paffendorf spielten ihren Heimvorteil allerdings nicht konsequent aus. Zwar führten sie die Spitze nach dem ersten Durchgang an (123 Schläge, Ø 24,60 Schläge pro Person), mussten sich den ersten Platz allerdings mit der Zweitbesetzung des BGSV Kerpen teilen. Manfred Bach (22 Schläge) und Herbert Cöln (23) zeigten für den BGC Paffendorf, dass sich auch bei geringen Temperaturen tolle Ergebnisse auf der Anlage erzielen ließen. Auch die Einzelergebnisse von Gerd Esser (23), Raimund Hoch und Katharina Lenertz (beide je 24 Schläge) für den BGSV ließen sich sehen. Nur einen Schlag schlechter verlief die Mannschaftsrunde für den HMC Büttgen. In Summe wiesen die Gäste bessere Einzelrunden auf (Thomas Spies und Normal Mandel mit 22 Schlägen, Klaus Ernst spielte eine 24), allerdings mussten sie eine 31 mit ins Ergebnis einrechnen lassen (Norbert Ring), nachdem Hildegard Hoefigs 31 gestrichen wurde. Nur drei Schläge hinter Platz 1 belegten die Essener den vierten Platz. Jan Peithmanns erzielte das einzige grüne Ergebnis, nachdem Herbert Adam keinen guten Start ins Turnier fand (33, gestrichen). Deutlich abgeschlagen landete der MSC Bad Godesberg mit 142 Schlägen auf dem letzten Rang. Zwei schwarze Ergebnisse mussten verkraftet werden, nachdem bereits eine 32 gestrichen werden musste. Grüne Ergebnisse unter 25 Schlägen fehlten dem Aufsteiger komplett.

Die zweite Runde führte zur Aufteilung des Führungsquartetts. Das lag auch an der tollen Mannschaftsrunde der Hausherren (117 Schläge, Ø 23,40). Manfred Bach gelang es sogar, sich zu verbessern (21 Schläge). Wolfgang Romberg toppte die Leistung sogar mit einer 20. Einzig den Winkel und die Radkappen ließ er aus. Herbert Cölns 27 musste gestrichen werden. Eine ähnlich gute Runde spielten die Essener und kletterten mit nur vier Schlägen Rückstand auf den zweiten Platz! Konrad Peithmann und Michel Zazzi waren sich einig und spielten 22. Jan Peithmann überzeugte erneut und spielte eine 23. Herbert Adam steigerte sich. Seine 29 fand trotzdem nicht den Weg in die Ergebnisse. Der HMC aus Büttgen spielte nahzu konstant weiter. Lediglich einen Schlag schlechter als in der ersten Runde (128 Schläge) schlossen sie Runde 2 ab. Erneut führten Thomas Spies und Norman Mandel das Team an. Spies verbesserte sich sogar um einen Schlag und spielte eine 21. Das schwarze Ergebnis von Anja Richter (30) wurde gestrichen. Der BGSV erlebte nach seiner guten Startrunde ein katastrophale Folgerunde (20 Schläge schlechter) und verursachte die schlechteste Mannschaftsrunde des Tages. Am Schluss mussten die drei schwarzen Ergebnisse von Raimund Hoch (30), Katharina Lenertz (31) und Markus Patzelt (31) verkraftet werden, nachdem Monika Erlbruchs 32 bereits unbeachtet blieb. 143 Schläge standen abschließend auf der Anzeigetafel. Schlimmeres verhinderte Michael Sinzenich, dessen 23 der einzige Lichtblick der Runde darstellte. Den Ausrutscher nutzten die Sportfreunde aus Bad Godesberg und verringerten den Abstand auf nur einen Schlag. Sebastian Jeschke (23) und Susanne Fischer (24) erzielten gute Ergebnisse für ihr Team. Eine kompakte Mannschaftsleistung führte dazu, dass Frank Fischers 27 bereits gestrichen werden konnte.

Lange Pausen entstanden für die Spielenden zwischen den Runden nicht, was auch der kleinen Turniergruppe mit 13 Startgruppen (39 Personen) zu verdanken war. Einzig Paffendorf beantragte eine Sondergenehmigung, um mit mehr als 10 Personen starten zu dürfen – nutzte diese Regelung allerdings beim eigenen Heimspiel nicht. Der spannende Spieltag fand zügig in seinen dritten Durchgang, nach dem es zu einer Änderung an der Tabellenspitze kam. Büttgen spielte eine 116. Ein drittes Mal wusste Norman Mandel groß aufzuspielen. Nach seinen 22er Runden benötigte er dieses Mal nur 20 Schläge. Einzig an der Doppelwelle sowie dem Fenster gelangen ihm keine Asse. Thomas Spies, der bislang nahzu in Gleichschritt agierte, stolperte und spielte nur eine 27, die gestrichen wurde. Dafür traten mit Norbert Ring (24 Schläge) und Hildegard Hoefig zwei Personen in den Vordergrund, die bereits schwarze Runden zuvor spielten. Hoefig verbesserte sich mit ihrer 21 sogar um 10 Schläge gegenüber ihrer ersten Runde! Essen und Paffendorf waren sich mit ihren mäßigen 127er Mannschaftsergebnissen einig. Jürgen Adenau spielte mit einer 23 die einzige grüne Ergebnisse für den BGC. Auch bei den Essenern fehlten herausragende Ergebnisse. Dustin Raffler und Michel Zazzi spielten grün (je 24 Schläge). Dirk Mühlings 31 wurde gestrichen. Die Tabellenspitze blieb mit den Ergebnissen nah beieinander. Lediglich sechs Schläge trennten Platz 1 und Platz 3. Sollte es im Spiel um Platz 4 ähnlich spannend zugehen? Nö. Kerpen schüttelte sich kurz (oder kräftig?) und spielte die beste Mannschaftsrunde des Tages (115 Schläge). Die komplette Mannschaft spielte grüne Ergebnisse – wow! Ein klares Luxusproblem entstand: Raimund Hochs grüne 24 fiel dem Rotstift zum Opfer. Ein Ergebnis, dass in Runde 2 viel Frust und Schläge erspart hätte. Grüne Ergebnisse gab es auch bei den Langbahnspezialisten aus Bad Godesberg. Sebastian Jeschke spielte eine 24. Zum zweiten Mal steigerte sich Patrick Müller. Mit seiner 21 spielte er elf Schläge besser als in Runde 1. Toll! Nachdem Frank Fischers 35 nicht gewertet wurde, musste Ralf Brunners 30 allerdings aufgenommen werden, sodass abschließend 129 für das Team gewertet wurden. Zum rettenden Ufer und den ersten Ligapunkten fehlten vor dem letzten Durchgang bereits 17 Schläge. Schwierig!

Den Gastgebern gelang es abschließend nicht mehr, die Führung zurückzuerlangen, wodurch das Paffendorfer Heimspiel nicht gewonnen werden konnte. 124 benötigte das Team im letzten Abschnitt. Alle Teamspieler zeigten eine ähnliche Leistung. Herbert Cöln und Wolfgang Rombergs spielten 24. Michael Kohnkes gelang auch im letzten Versuch keine grüne Runde. Seine 28 wurde gestrichen. Auch 124 Schläge benötigten die Gäste aus Büttgen. Thomas Spies fand zurück in die Spur und erzielte durch seine 23 das zweitbeste Tageseinzelergebnis (insgesamt 93, Ø 23,30 Schläge pro Runde). Es sollte das einzig grüne Ergebnis in der abschließenden Mannschaftsrunde sein, nachdem sich der beste Spieler des Tages, Norman Mandel, eine kleine Auszeit zu nehmen schien und „nur“ eine 25 spielte (insgesamt 89, Ø 22,30!). Auch die Blau-Goldenen benötigten für den vierten Durchgang 124 Schläge, wodurch die Vogelheimer den ersten Spieltag als Dritter abschließen konnten. Wie auch im Vorjahr so häufig gesehen, fehlte nicht viel, um die Heimreise mit mehr Punkten im Gepäck antreten zu können. Nur vier Schläge wären notwendig gewesen, um den Zweitplatzierten auf Paffendorf zur Punktteilung zu zwingen. Dustin Raffler steigerte sich. Seine 23 war das einzig grüne Ergebnis des CGC. Wie Michel Zazzi benötigte er 98 Schläge für die vier Runden und spielte das viertbeste Einzelergebnis (Zazzi auf Platz 5). Jan Peithmann fand keinen guten Abschluss. Seine 28 wurde gestrichen. Konrad und Jan Peithmann mussten sich allerdings nicht verstecken und benötigten jeweils insgesamt nur 100 Schläge. Der Kern des Essener Teams zeigte eine tolle und geschlossene Leistung auf einer weitestgehend unbekannte Anlage. Der BGSV Kerpen 2 schloss das Turnier auf dem vierten Rang ab und nahm nur zwei Punkte mit nach Hause. An grünen Ergebnissen mangelte es den Kerpenern nicht. Markus Patzelt und Katharina Lenertz benötigten nur 23 Schläge. Allerdings wurden wieder zwei schwarze Ergebnisse gespielt, von denen Gerd Essers 30 den Weg in die Wertung fand. Michael Sinzenich beendete das Turnier, wie er es startete, mit einer ungewerteten 32. Der mannschaftsweite Ausrutscher in Runde 2 und das Ausbleiben eines weiteren großartigen Rundenergebnisses verhinderten eine bessere Platzierung. Mit 18 Schlägen Rückstand belegte der MSC Bad Godesberg den letzten Platz. Mit einer geringen Amplitude von nur drei Schlägen waren sich die Aufsteiger im letzten Abschnitt weitestgehend einig. Grüne Ergebnisse blieb das Team allerdings schuldig. Heinz Donsbach spielte eine 25, während Ralf Brunners 28 gestrichen wurde.

Zeigten eine gute Leistung zum Saisonauftakt, auch an der gewonnenen Niere (was'n Satz...): Ludger Honnacker, Dustin Raffler, Dirk Mühling, Herbert Adam, Michel Zazzi, Jan Peithmann, Konrad Peithmann (v. l. n. r.).
Zeigten eine gute Leistung zum Saisonauftakt, auch an der gewonnenen Niere (was’n Satz…): Ludger Honnacker, Dustin Raffler, Dirk Mühling, Herbert Adam, Michel Zazzi, Jan Peithmann, Konrad Peithmann (v. l. n. r.).

Detaillierte Ergebnisse zum Spieltag sind unter folgendem Link zu finden (externer Link).

Der zweite Spieltag führt die Teams am 26. April zur einzigen Minigolfanlage in der diesjährigen Landesliga-Saison nach Bad Godesberg.