Spielende des 1. Essener CGC beim ersten Saisonspieltag 2025 in Herten

1. Spieltag 2025: Auftakt in Herten

Am vergangenen Wochenende startete die Minigolfsaison 2025. Der Auftakt führte die fünf Landesligisten der Staffel 1 aus Herten, Osnabrück, Bad Salzuflen, Wanne-Eickel und Essen auf die Minigolfanlage des BGV Backumer Tal Herten. Anders als im Jahr zuvor schien die Sonne und kaum eine Wolke war am Himmel zu sehen. Einzig der eisige Wind zog die Bahnengolfromantiker wieder auf den Boden der Tatsachen zurück: der Spieltag fand Anfang April statt.

Mannschaftsaufstellungen mit Überraschungen

Die Hausherren gingen auch dieses Jahr wieder als klarer Favorit an den Start. Die Zweitvertretung Hertens bekam sogar namenhafte Unterstützung aus der ersten Mannschaft. So mischte auch Heinz-Theo Giegel mit. Herten stellte mit Dominik Andrews einen Jugendlichen auf und nutzte die doppelte Streicher-Regelung, die es erlaubt, beim Einsatz eines Jugendlichen sieben Spielende aufzustellen, von denen die zwei schlechtesten Ergebnisse pro Runde gestrichen werden dürfen. Auch der Aufsteiger aus Wanne-Eickel nutzte diese Regelung und stellte mit Sonja Knoll sogar eine Schülerin auf. Überraschend war Willi Hettrich nicht in der Aufstellung zu finden, dafür aber Heinz Pribyl, ein Neuzugang vom 1. MGC Rheinhausen. Die größte Unbekannte des Spieltags war die Zweitbesetzung des VfB Osnabrücks, die sich als Aufsteiger aus der Bezirksliga nun in der Landesliga etablieren wollen. Gravierende Veränderungen gab es bei der ostwestfälischen Mannschaft des MGC Bad Salzuflen, die einen starken Aderlass über den Saisonwechsel zu verzeichnen hatte. Matthias Schröder und Markus Landwehr, die in der Saison zuvor die besten Spieler der Landesliga waren, haben die Seiten gewechselt und spielen nun für andere Vereine in höheren Ligen. Mit Spannung wurde erwartet, ob Bettina Brökemeier und Stefan Gerlach die großen Fußstapfen nur ansatzweise ausfüllen könnten. Abschließend lohnte sich ein Blick in die Aufstellung des 1. Essener Blau-Gold, bei denen Neuzugang Herbert Adam direkt sein Können unter Beweis stellen durfte.

Herten übernimmt Führung

Bei eisigen Temperaturen startete die erste Runde um 9 Uhr. Ausgeschlafen präsentierte sich das Hertener Team und erzielte ein 30,0er Mannschaftsschnitt. Mit drei Ergebnissen unter 30 Schlägen (Kai Karpa, David Ott, Theo Giegel) und einem Gesamtwert von 150 Schlägen konnte die Führung erlangt werden. Um den zweiten Platz stritten sich die Vertretungen aus Wanne-Eickel und Essen, wobei die Vogelheimer knapp das Nachsehen hatten. Mit einem Schlag Vorsprung (156) positionierten sich die Wanne-Eickeler auf Platz 2, erzielten allerdings kein grünes Ergebnis (Sawartowski mit einer 30). Essens Spitzenspieler der ersten Runde hießen Konrad Peithmann (28) und Dirk Mühling (29). Das Mannschaftsergebnis wurde allerdings durch zwei 36er Ergebnissen getrübt. So machten sich Dustin Rafflers Trainingsrückstände ohne seinen gewohnten Schläger und Herbert Adams erster offizieller Auftritt für den neuen Verein merkbar. Ein ähnlich spannender Zweikampf entstand um Platz 4. Das Team aus Bad Salzuflen konnte diesen für sich beanspruchen (160). Stefan Gerlachs Fehlstart (45) konnte gestrichen werden. Mit einem Schlag Abstand mussten die Aufsteiger aus Osnabrück den letzten Platz einnehmen. Die 41 des Oberschiedsrichters und Staffelleiter Marcel Raschke konnte gestrichen werden, allerdings musste Dieter Neuhäusers 38 gewertet werden. Die tollen Ergebnisse von Andreas Lindenblatt (29) und Hans Louven (28) hielten das Team im Spiel.

Backumer Tal zaubert, Bad Salzuflen baut ab

Die Temperaturen blieben auch zur zweiten Runde frostig. Vielleicht als Gegenreaktion (Trotzreaktion?) fackelten die Hausherren ein Minigolffeuer ab. Herten spielte in Durchgang 2 die beste Mannschaftsrunde des Tages (137 Schläge, 27,4 Schläge im Durchschnitt) und baute so den Vorsprung auf das Verfolgerfeld weiter aus. Dabei gelang den Gastgebern zwei blaue Runden: David Ott und Theo Giegel benötigten nur 24 Schläge für ihre Runden. Unterstützt wurde das Ergebnis auch durch die respektable 27 von Thomas Bahr. Den Aufsteigern aus Wanne-Eickel gelang mit 147 Schlägen ebenfalls eine grüne Mannschaftsrunde. Chris Kougioumtzidis, Ralf Sawartowski und Joachim Fröhner steigerten sich und erzielten grüne Runden (29, 28, 29). Auch Schülerin Sonja Knoll konnte ihr Ergebnis verbessern und benötigte nur noch 34 Schläge, gleichwohl das Ergebnis nicht in die Wertung floss. Eine Steigerung konnten auch die Essener mit einem 30,9er Mannschaftsschnitt bzw. 152 Schlägen verzeichnen. Zwar reichte es nicht, um Wanne Eickel gefährlich werden zu können, trotzdem half es, die Position auf dem Podest zu sichern. Erneut gelang Dirk Mühling eine tolle Runde (27 Schläge) und auch der Deutsche Cobigolfmeister Michel Zazzi deutete seine Fähigkeiten an (29 Schläge). Konrad Peithmanns 34 konnte gestrichen werden. Nach der zweiten Runde betrug der Abstand zu Platz 4 bereits 14 Schläge. Anders als in der ersten Runde hieß der direkte Verfolger allerdings nicht mehr Bad Salzuflen sondern VfB Osnabrück, bei denen Andreas Lindenblatt erneut eine gute Runde spielte (28). Das Team aus Niedersachsen verschlechterte sich zwar um einen Schlag (161 Schläge, 32,3 Schläge im Schnitt), profitierte aber von einer schwachen Runde Bad Salzuflens (166 Schläge), welche gleichzeitig die schlechteste Mannschaftsrunde des Tages bedeutete. Stefan Gerlachs 37 und Michael Kampmanns 36 mussten gewertet werden.

Runde 3 wie Schema F

Dass die Bad Salzuflener zweite Runde die schlechteste Mannschaftsrunde des Turniers war, war leider nur die halbe Wahrheit. Den Ostwestfalen gelang keine Kehrtwende, sodass das gleiche Ergebnis auch in Runde 3 erzielt wurde. Zwar gelang Dominik Prüßner das erste grüne Ergebnis für die Mannschaft (29), doch wurden erneut drei schwarze Runden gespielt, von denen nur Marko Depkes Resultat, der bis dahin ein grundsolides Turnier spielte, gestrichen werden konnte. Auf Platz 4 verbesserte sich Osnabrück nur um zwei Schläge (160er Mannschaftsrunde). Das Kurioseste daran war, dass diesmal die grünen (allerdings auch die schwarzen) Ergebnisse ausblieben. Andreas Wilke und Hans Louven spielten mit 31er Runden die besten Ergebnisse. Auch auf den Treppchen-Plätzen gab es keine nennenswerten Änderungen. Die Cobigolfer aus Essen konnten sich um einen weiteren Schlag bessern (151). Dustin Raffler und Jan Peithmann verbesserten sich ein zweites Mal und benötigte nur noch 29 und 28 Schläge. Dirk Mühlings 33 konnte gestrichen werden. Wanne-Eickel konnte den Abstand auf Platz 3 um einen weiteren Schlag vergrößern (150), sodass das Polster zur letzten Runde bereits sieben Schläge betrug. Tim Emmendörffers (35) und Heinz Pribyls (32) Ergebnisse konnten gestrichen werden, da unter anderem Sonja Knoll eine tolle 31 gelang. Das beste Einzelergebnis erzielte Ralf Sawartowski für die Rot-Weißen. An der Spitze zogen die Hertener einsam ihre Kreise. Mit 148 Schlägen erzielte das Team erneut eine grüne Mannschaftsrunde. David Ott blieb eine weitere blaue Runde knapp verwährt (25), Kai Karpa und Theo Giegel benötigten nur 28 Schläge für ihre Runden.

Auch Runde 4 geht an die Hausherren

Mit 18 Schlägen Vorsprung konnten die Hertener in die Runde starten. Von „Ausgolfen“ war allerdings keine Spur. Am Ende konnten sie ihre zweitbeste Runde mit 145 Schlägen erzielen und den niemals gefährdeten Start-Ziel-Sieg perfekt machen (ingesamt 580 Schläge). 25 Schläge Vorsprung auf Platz 2 zu erzielen ist keine Selbstverständlichkeit. Was die Aufstellung nicht verriet, waren die tollen Ergebnisse der Einzelspieler. Von den sechs besten Einzelergebnissen des Tages konnte Herten fünf erzielen. David Ott (104), Theo Giegel (115), Kai Karpa (117), aber auch Klaus Kocks (118) und Ronald Groenewoud (118), die beide „hinten dran“ spielten, gehörten dazu. Ralf Sawatowski sprengte mit seinem Endergebnis (114) die Hertener Übermacht und konnte mit seinem Team Rot-Weiß Wanne-Eickel den zweiten Platz erzielen (605). Eine grüne Runde gelang Ralf Sawatowski zum Schluss nicht mehr. Beste Spielerin der Runde war die Schülerin Sonja Knoll, die sich von Runde zu Runde verbesserte. Peter Wallbaums 34 und Tim Emmendörffers 33 konnten gestrichen werden. Für die Blau-Goldenen aus Essen lief auch in der letzten Runde nichts zusammen. Dustin Rafflers zweites schwarzes Ergebnis musste gestrichen werden (37). Jan Peithmann und Herbert Adam erzielten mit 29 die besten Ergebnisse der Vogelheimer in Runde 4. Am Ende sprang mit 616 Schlägen der dritte Platz heraus, mit neun Zählern Abstand nach vorn und einer Menge Luft nach hinten. Den vierten Platz belegte die Osnabrücker Zweitvertretung (644 Schläge), bei denen Andreas Lindenblatt erneut eine 29 erzielte und das beste Einzelergebnis für die Niedersachsen spielte. Bad Salzuflen strengte sich noch einmal zum Abschluss an. Mit 158 Schlägen spielten sie zwar ihre beste Mannschaftsrunde. Am Schluss fehlten allerdings sechs Schläge um etwas Zählbares mit nach Hause nehmen zu können. Detlef Klein und Michael Kampmann spielten 29er Runden. Zwar konnte Stefan Gerlachs 38 gestrichen werden, doch Bettina Brökemeiers 36 fand ihren Weg ins Mannschaftsergebnis.

Ausblick auf den zweiten Spieltag

Der zweite Spieltag findet durch Ostern etwas zeitversetzt erst am 4. Mai in Osnabrück statt. Mit Spannung wird erwartet, ob der Hertener Höhenflug auch außerhalb der eigenen Anlage Bestand haben wird. Für die Osnabrücker wird der Spieltag wegweisend für den Ausgang der restlichen Saison sein. Nach ihrem Fehlstart müssen auch die Bad Salzuflener Punkte sammeln.